Tanztheater Lysistrate

Was bisher geschah

 Unser Ensemble ist am Musikgymnasium „J.W. v. Goethe“ in Schwerin zu Hause. Dieses Gymnasium hat, wie der Name verrät, eine besondere Ausrichtung auf den künstlerischen Bereich. Musik spielt also eine große Rolle und so ist auch der Tanz nicht weit. Im September 1991 gründeten an diesem musikalischen Haus acht tanzwütige Schülerinnen und eine eben so tanzsüchtige Sportlehrerin ein Tanztheater. Für Silke Gerhardt, Leiterin des Ensembles, waren Sport und Bewegung immer schon mehr als ein Kampf nach dem Motto „Schneller, höher, weiter“. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten war der Weg der ehemaligen Sportgymnastin zum Tanz nicht weit.

 Gegenwärtig besteht das Ensemble aus 55 Tänzerinnen und Tänzern im Alter zwischen 11 und 20 Jahren. Die Wahl unseres Namens „Lysistrate“ ist schnell erklärt: In unseren Anfangszeiten waren wir meist eine reine Weibertruppe. Zu dieser Zeit spielten wir das gleichnamige Stück von Aristophanes. Und da es dort um Frauenpower ging, war es bis zur Wahl diese Namens „Lysistrate“ nicht weit.

 Tanztheater ist mittlerweile im Rahmen des Faches Theater an der Schule als Wahlpflichtunterricht und Grundkurs integriert. Hier ist die Grundausbildung gekoppelt an eine vorrangig körperorientierte, tänzerische Spezialisierung. Wir legen uns nicht in einem bestimmten Tanzstil fest, sondern greifen munter in das breite Angebot tänzerischer Bewegungsvielfalt. Diese Vielfalt nutzen zu können, setzt ein wöchentliches Techniktraining voraus. Dies umfasst das klassische Exercice an Stange und Spiegel ebenso wie Erlernen und Festigen unterschiedlicher Tanztechniken. Auch so unliebsame Dinge wie Krafttraining zur Schulung von Halte- und Rumpfkraft stehen dann auf dem Programm. Daneben spielt die Arbeit mit Sprache und Texten eine wichtige Rolle in unseren Produktionen. Auf dem Weg zur Aufführung stehen dann die Proben zum Stück im Vordergrund. Schwerpunkt bildet dabei die Entwicklung eigener Ideen über Improvisation. Ausgangspunkt sind hier die persönlichen Gedanken und Erfahrungen der Tänzerinnen und Tänzer.

 Der Satz von Pina Bausch „Nicht wie Menschen sich bewegen, sondern was sie bewegt…“ ist dabei unser Credo. Das Repertoire umfasst neben abendfüllenden Produktionen, auch Märchen und Performances zu unterschiedlichen aktuellen Anlässen.