Erzählt wird die Geschichte der neun Musen, der Wächterinnen der Künste. Ausgangspunkt ist eine kalte, kreativlose Welt, die den Menschen als Arbeitstier zeigt. Mnemosyne, die Göttin der Erinnerung, will Abhilfe schaffen. Sie geht davon aus, dass sich die Menschheit ihrer annehmen muss, um aus den Fehlern der früheren Generationen klug zu werden. Das Leid der Göttin wird von Zeus erkannt. Er überzeugt sie davon, dass er ihr bei dem Vorhaben helfen kann. Sie soll ihm Töchter gebären, die dafür sorgen werden, die Kreativität auf die Erde zu tragen. Mnemosyne lässt sich auf sein Versprechen ein. Als die Töchter geboren werden, ahnt niemand etwas von ihrer großen Aufgabe. Wie andere Kinder wachsen sie unbehelligt auf. Doch eines Tages wird es Mnemosyne zu viel. Sie ruft Zeus zu sich, er soll sein Versprechen einlösen. Zeus wird klar, dass die neun mittlerweile alt genug sind, um ihre Mission zu meistern. Die Musen begeben sich sogleich neugierig und scheu auf die Erde. Als sich unter den Erdlingen die ersten zur Kreativität neigenden bemerkbar machen, wissen die Musen, was zu tun ist. Sie beginnen ihre "Kuss-Arie" und die Kunst hält Einzug auf Erden.